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BGH bestätigt Urteil des Landgerichts wegen Beihilfe zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion bei Geldautomaten

Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) die Revision des Angeklagten in dem Strafverfahren – 1 KLs 210 Js 53920/18 (68/19) – mit Beschluss vom 24.03.2020 (Aktenzeichen 6 StR 1/20) als unbegründet verworfen hat, ist das Urteil der 1. Strafkammer des Landgerichts vom 11.11.2019 rechtskräftig.

Die Kammer hatte den 29-jährigen Angeklagten wegen Beihilfe zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Beihilfe zum Diebstahl zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten verurteilt.

Laut Anklage (vgl. auch Pressevorschau Oktober 2019) war dem Angeklagten vorgeworfen, einer niederländischen Tätergruppe von vier Mitgliedern bei dem Aufbruch von zwei Geldautomaten in einer Bank in Wolfenbüttel durch die Präparation von Gasschläuchen behilflich gewesen zu sein. Und zwar hatte der Angeklagte -in Kenntnis des Tatplanes der Tätergruppe- die Gasschläuche unter Verwendung von Isolierband so verlängert, dass sie punktgenau in das Innere des Geldautomaten gelangen konnten und durch die Länge der Schläuche gewährleistet war, dass der Geldbehälter bei der Sprengung nicht beschädigt wird. Zur Erhöhung der Dichtigkeit verwendete der Angeklagte eine Schlauchschelle und Panzerband. Aus den beiden Geldautomaten, die bei der Explosion beschädigt worden sind, entnahmen die Täter 337.840,00 €.

Die Kammer hat den Angeklagten insbesondere aufgrund der DNA-Spuren des Angeklagten, die sich auf dem verwendeten Klebeband zur Verbindung der Gasschläuche befunden hatten, als überführt angesehen. So hatte die Untersuchung und Abgleich der DNA-Spuren auf dem Klebeband mit einer Speichelprobe des Angeklagten durch einen Sachverständigen eine Übereinstimmung in allen 16 Merkmalsystemen ergeben. Daher bestanden nach Ansicht der Kammer keine Zweifel an der Täterschaft des Angeklagten.

Kontakt:

Richterin am Landgericht
Maike Block-Cavallaro
Pressesprecherin
Landgericht Braunschweig
Münzstraße 17
38100 Braunschweig

Tel.: 0531 488-2374 bzw. 0178 3407304
Fax: 0531 488-2549

E-Mail: lgbs-pressestelle@justiz.niedersachsen.de







Artikel-Informationen

erstellt am:
07.05.2020

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