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Urteil wegen gemeinschaftlichen Totschlags eines Familienangehörigen in Wolfsburg rechtskräftig

Mit Beschluss vom 23.03.2022 (Aktenzeichen 6 StR 22/22) hat der BGH (Bundesgerichtshof) die Revisionen von drei Angeklagten und die Revision der Nebenklage gegen das Urteil der Schwurgerichtskammer vom 02.07.2021, 9 Ks 111 Js 52328/20 (4/21), als unbegründet verworfen.

Die Anklage warf den vier Männern einer Familie (damals 24,25 und 46) gemeinschaftlich begangenen Totschlag an einem Familienmitglied vor. Am 24.09.2020 sollen die vier Männer in Wolfsburg den Schwiegersohn der Schwester des 46-jährigen Angeklagten zunächst verfolgt und anschließend durch heftige Gewalteinwirkung sowie lebensbedrohliche Stichverletzungen getötet haben.

Nach 12 Verhandlungstagen in der Zeit von April bis Juli 2021 (zum Anklagevorwurf im Einzelnen s. Pressevorschau April 2021) hatte die Schwurgerichtskammer am 02.07.2021 den angeklagten Vater (47) sowie einen seiner mitangeklagten Zwillingssöhne (25) und dessen Schwiegersohn (26) wegen gemeinschaftlichen Totschlags schuldig gesprochen. Der Vater wurde zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren, der Schwiegersohn von 7 Jahren und der Zwillingssohn von 6 Jahren verurteilt.

Der andere mitangeklagte Zwillingssohn wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Gegen das Urteil hatten die drei wegen gemeinschaftlichen Totschlags verurteilten Angeklagten in vollem Umfang Revision eingelegt.

Die Revision der Nebenklage zielte auf eine Verurteilung der Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Mordes ab.

Alle eingelegten Revisionen sind erfolglos geblieben und vom BGH als unbegründet verworfen worden. Damit ist das Urteil nunmehr gegen alle vier Angeklagten rechtskräftig.


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Artikel-Informationen

erstellt am:
25.04.2022

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