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Urteil wegen Mordes am 26.01.2019 in Salzgitter rechtskräftig

Mit Beschluss vom 20.10.2021 (Aktenzeichen 6 StR 447/21) hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Revision des Angeklagten gegen das Urteil der 1. Großen Strafkammer vom 18.05.2021, Aktenzeichen 1 Ks 112 Js 5153/19 (1/21) als unbegründet verworfen.

Die 9.Strafkammer hatte mit Urteil vom 13.02.2020 (9 Ks 112 Js 5153/19 (7/19)) den Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit vorsätzlichem Verstoß gegen das Waffengesetz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Der Angeklagte, Mitglied einer muslimischen Familie, hatte nach der Ankündigung, die Beziehung seiner Schwester zu einem Mann mit christlicher Religionszughörigkeit nicht tolerieren zu wollen, dem Freund der Schwester auf einem Parkplatz aufgelauert und diesen erschossen. Wegen der weiteren Einzelheiten des Tatvorwurfs wird auf die Pressevorschau von August 2019 verwiesen.

Auf die Revision des Angeklagten hat der BGH mit Beschluss vom 03.11.2020 (6 StR 328/20) den Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Mordes in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubtem Führen einer Schusswaffe und mit vorsätzlichem unerlaubten Benutzen von Munition schuldig ist und den Ausspruch über die besondere schwere Schuld aufgehoben und zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Kammer des Landgerichts zurückverwiesen.

Die 1. Große Strafkammer hat mit Urteil vom 18.05.2021 den Angeklagten (erneut) zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die hiergegen gerichtete Revision (Sachrüge) wurde vom BGH mit Beschluss vom 20.10.2021 (6 StR 447/21) als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

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Artikel-Informationen

erstellt am:
26.11.2021

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